§ 9

Nicht für die Schule lernen wir Es gehört seit jeher zu den gern getanen Aufgaben von Eltern, ihren Sprößlingen abends vor dem Einschlafen die Märchen Wilhelm Hauffs oder der Gebrüder Grimm vorzulesen und die Kleinen damit sanft in den Schlaf zu begleiten. Glücklich kann sich das Kind schätzen, dem in den Abendstunden eine solche lehrreiche Lektion zuteil wird, und die meisten jungen Erdenbürger gehören zu diesen glücklichen kleinen Menschen. Manche Eltern sind sogar imstande, diese althergebrachten, vielgeliebten Geschichten nicht nur aus einem dicken Märchenbuche vorzutragen, sondern gar frei aus dem Gedächtnis, welches wiederum durch ihre Eltern trainiert wurde, zu rezitieren. Meine Familie ging mit mir noch weiter: Bei uns zuhaus wurden die Märchen nachgespielt. Drei Tage haben sie mich gesucht, damals, bei Hänsel und Gretel.

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Published in: on September 1, 2007 at 11:35 am  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ich bin begeistert und lese mit Freude!
    (Zum Thema Märchen: In Ermangelung von Geschwistern und Haustieren musste meine Mutter den Prinz in „Dörnröschen“ spielen und mein großer Stoffhund war das Pferd…sie hüpfte damit durch den Hausflur…)

  2. Was für ein Bild – ich wär gern dabei gewesen!


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