Wunderbare Medienwelt, Bild 2

Freud, ick hör dir trapsen Psychologisch nichts Neues: Oft geschieht es, daß ein gesellschaftliches Tabu sich mehr oder minder unterbewußt seinen Weg in den freien Diskurs bahnt. Vor allem solch große, existentielle Tabus wie der Tod, dessen behutsame Enttabuisierung im vorigen Artikel dieses kleinen Blogs besprochen wurde, sucht sich oft medial dialektische Wege zwischen großer Internetportal-Startseite und kleinem – vermeintlichem – Tippfehler, um sich von den diskursiven Fesseln zu befreien. Hier z. B. hat der Journalist, der poetischen Funktion der Sprache nach Roman Jakobson folgend, den existentiellen Metatext des „Torschusses“ jenes frustrierten Fans ganz freudsch an die Oberfläche gekehrt und damit dem Unterbewußten eine klare Stimme verliehen. Ob er sich den vorigen Artikel zu Herzen genommen, oder ob sich nur seine unterbewußte Angst gegen die gängige Rechtschreibung durchgesetzt hat?

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Published in: on Januar 8, 2010 at 3:21 pm  Schreibe einen Kommentar  

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